Warum Mechanobiologie für die moderne Medizin entscheidend ist

Feb 16, 2026

Warum mechanobiologische Grundlagen für physikalische Therapieverfahren entscheidend sind: Einblick in die zelluläre Kraftwahrnehmung und ihre Bedeutung für moderne Medizin.

Dr. Maximilian Murtinger ärztlicher Leiter und CEO

Barcelona: Zurück zur Basis

In dieser Woche nehme ich am EMBO Workshop „Intracellular Mechanics and Organelle Mechanobiology“ in Barcelona teil.

Der Titel klingt hochspezialisiert. Und das ist er auch.
Es geht um die Frage, wie Zellen mechanische Kräfte wahrnehmen, verarbeiten und in biologische Antworten übersetzen – bis hinunter auf Ebene von Zellkern, Mitochondrien und zytoskelettalen Strukturen.

Warum ist das für uns als Ärzte relevant?

Medizin beginnt nicht am Gelenk – sondern in der Zelle

Viele moderne Therapieverfahren – insbesondere physikalische Verfahren – wirken nicht primär pharmakologisch, sondern über mechanische Reize.

Doch diese Reize entfalten ihre Wirkung nicht „im Gewebe“, sondern innerhalb einzelner Zellen.
Mechanische Impulse werden in biochemische Signale übersetzt. Dieser Prozess – die Mechanotransduktion – ist keine abstrakte Theorie, sondern Grundlage zahlreicher physiologischer und regenerativer Prozesse.

Wenn wir mit physikalischen Therapien arbeiten, tragen wir daher eine Verantwortung:

Wir müssen verstehen, was wir auslösen.

Von der klinischen Anwendung zur molekularen Tiefe

Im klinischen Alltag bewegen wir uns auf Ebene von Symptomen, Strukturen und Funktionen.
Die Molekularbiologie hingegen fragt:

  • Wie reagiert das Zytoskelett auf Kraft?

  • Welche Rolle spielt der Zellkern als mechanosensitives Organell?

  • Wie verändern sich mitochondriale Funktionen unter mechanischer Belastung?

  • Welche Signalwege werden aktiviert?

Diese Fragen sind nicht akademisch.
Sie definieren die Präzision zukünftiger Therapiekonzepte.

Lernen statt Behaupten

Die Teilnahme an diesem Workshop ist für mich kein Akt der Selbstdarstellung.
Es ist ein bewusster Schritt zurück zur wissenschaftlichen Basis.

Als Arzt kann ich viel von Zell- und Molekularbiologen lernen.
Und genau darin liegt Fortschritt: im interdisziplinären Austausch.

Unser Anspruch bei Impulsa Medica ist nicht nur, moderne physikalische Therapieverfahren anzuwenden.
Unser Anspruch ist es, ihre biologischen Grundlagen zu verstehen – und sie seriös erklären zu können.

Nur so entsteht nachhaltige, verantwortungsvolle Medizin.

Fazit

Mechanobiologie ist kein Randgebiet.
Sie ist eine der zentralen Schnittstellen zwischen Physik, Biologie und klinischer Medizin.

Wer physikalische Therapien verantwortet, sollte auch ihre zelluläre Sprache verstehen.

Ich freue mich auf den wissenschaftlichen Austausch – und darauf, diese Erkenntnisse in unsere tägliche Arbeit zu integrieren.

Warum Mechanobiologie für die moderne Medizin entscheidend ist

Feb 16, 2026

Warum mechanobiologische Grundlagen für physikalische Therapieverfahren entscheidend sind: Einblick in die zelluläre Kraftwahrnehmung und ihre Bedeutung für moderne Medizin.

Dr. Maximilian Murtinger ärztlicher Leiter und CEO

Barcelona: Zurück zur Basis

In dieser Woche nehme ich am EMBO Workshop „Intracellular Mechanics and Organelle Mechanobiology“ in Barcelona teil.

Der Titel klingt hochspezialisiert. Und das ist er auch.
Es geht um die Frage, wie Zellen mechanische Kräfte wahrnehmen, verarbeiten und in biologische Antworten übersetzen – bis hinunter auf Ebene von Zellkern, Mitochondrien und zytoskelettalen Strukturen.

Warum ist das für uns als Ärzte relevant?

Medizin beginnt nicht am Gelenk – sondern in der Zelle

Viele moderne Therapieverfahren – insbesondere physikalische Verfahren – wirken nicht primär pharmakologisch, sondern über mechanische Reize.

Doch diese Reize entfalten ihre Wirkung nicht „im Gewebe“, sondern innerhalb einzelner Zellen.
Mechanische Impulse werden in biochemische Signale übersetzt. Dieser Prozess – die Mechanotransduktion – ist keine abstrakte Theorie, sondern Grundlage zahlreicher physiologischer und regenerativer Prozesse.

Wenn wir mit physikalischen Therapien arbeiten, tragen wir daher eine Verantwortung:

Wir müssen verstehen, was wir auslösen.

Von der klinischen Anwendung zur molekularen Tiefe

Im klinischen Alltag bewegen wir uns auf Ebene von Symptomen, Strukturen und Funktionen.
Die Molekularbiologie hingegen fragt:

  • Wie reagiert das Zytoskelett auf Kraft?

  • Welche Rolle spielt der Zellkern als mechanosensitives Organell?

  • Wie verändern sich mitochondriale Funktionen unter mechanischer Belastung?

  • Welche Signalwege werden aktiviert?

Diese Fragen sind nicht akademisch.
Sie definieren die Präzision zukünftiger Therapiekonzepte.

Lernen statt Behaupten

Die Teilnahme an diesem Workshop ist für mich kein Akt der Selbstdarstellung.
Es ist ein bewusster Schritt zurück zur wissenschaftlichen Basis.

Als Arzt kann ich viel von Zell- und Molekularbiologen lernen.
Und genau darin liegt Fortschritt: im interdisziplinären Austausch.

Unser Anspruch bei Impulsa Medica ist nicht nur, moderne physikalische Therapieverfahren anzuwenden.
Unser Anspruch ist es, ihre biologischen Grundlagen zu verstehen – und sie seriös erklären zu können.

Nur so entsteht nachhaltige, verantwortungsvolle Medizin.

Fazit

Mechanobiologie ist kein Randgebiet.
Sie ist eine der zentralen Schnittstellen zwischen Physik, Biologie und klinischer Medizin.

Wer physikalische Therapien verantwortet, sollte auch ihre zelluläre Sprache verstehen.

Ich freue mich auf den wissenschaftlichen Austausch – und darauf, diese Erkenntnisse in unsere tägliche Arbeit zu integrieren.